- Tourismus
- Iranistik und Förderung der persischen Sprache
- Wissenschafts- und Studienangelegenheiten
- Angelegenheiten der Muslime
- Kunst
- Dokumente und Bücher
- Sport
Im März/April 2012 trat eine 25-köpfige Gruppe bestehend aus Studenten und Professoren des Fachbereichs Geschichte und Archäologie der Europa-Universität "Viadrina" in Frankfurt/Oder eine dreiwöchige Reise nach Iran an, besichtigte antike historische Stätten unseres Landes und lernte die iranische Gesellschaft und die Realität dieser Gesellschaft aus nächster Nähe kennen. Diese Exkursionsgruppe stellte ihre Reise in Bildern dar und veranstaltete im November 2012 in der Viadrina- Universität eine Ausstellung unter dem Titel "Paläste der Macht, Häuser des Glaubens – Die Beziehung zwischen Staat und Religion in der iranischen Architektur", wo sie Bilder ihrer Reise präsentierte und einen Film darüber zeigte, der durch die Kooperation mit der Firma aml-film&marketing produziert worden ist. Die Gruppe war auf ihrer Reise sehr beeindruckt von der Realität in Iran, was dem verzerrten Bild Irans der westlichen Medien eindeutig widersprach. So sagte ein Professor der Universität nach der Rückkehr:
"Einmal mehr hat sich gezeigt, dass der kulturelle Einfluss Persiens als kulturelle Schatzkammer der antiken Welt wesentlich stärker zu veranschlagen ist als man dies in einem Teil der bisherigen Forschung anzunehmen bereit war und immer noch ist. Aber auch die moderne Republik hat sich uns in einem ganz anderen Licht gezeigt als es uns durch Fehlinformation und mangelndes Verständnis in der Berichterstattung vorgestellt wurde."
![]()
Die kulturellen Beziehungen zwischen Iran und Deutschland bestehen seit langer Zeit. Touristen, iranische und deutsche Forscher früherer Zeiten und die Beschreibungen beider Länder in ihren Reisebeschreibungen und Erlebnisberichten schufen Grundlagen für gegenseitiges Kennenlernen und übten einen speziellen kulturellen Einfluss auf Kultur- und Politikwissen-schaftler beider Länder aus.
Deutsche Wissenschaftler, besonders Philosophen und Literaten, sind bei Iranern hoch angesehen. Das Alter und der historische Reichtum Irans sowie auch das islamische Denken der Iraner sind für deutsche Gelehrte immer attraktiv und inspirierend gewesen. Goethe war im Jahre 1819 von dem großen iranischen Dichter Hafis zutiefst beeindruckt und widmete ihm sein Werk, den „West-östlichen Diwan“, auf den man sich auch heute noch als Referenz in Bezug auf das Verständnis zwischen Ost und West stützt.
Überblick über die Aktivitäten der Abteilung für Kultur der Botschaft der Islamischen Republik Iran im Jahre 2012/2013
Vorwort
Deutschland ist insgesamt und im Vergleich mit anderen Ländern der Welt in Wissenschaft, Kultur, Kunst und Industrie sehr erfolgreich und fortschrittlich. Auch die Islamische Republik Iran hat eine große Kultur, eine reiche Zivilisation und eine alte Geschichte, nimmt unter den islamischen Ländern und im Nahen und Mittleren Osten wissenschaftlich und kulturell gesehen einen hohen Rang ein und achtet menschliche und islamische Werte. Diese Gemeinsamkeiten und Besonderheiten beider Länder führen im kulturliebenden Deutschland zunehmend zur Schaffung einer Grundlage für kulturelle Zusammenarbeit. Da grundsätzlich Kulturveranstaltungen alle Gesellschaftsschichten ansprechen, v.a. aber die Elite und diejenigen, die die öffentliche Meinung prägen, und angesichts des großen Anklangs, den die iranischen Kultur- und Kunstveranstaltungen bei deutschen Politikern und Kulturschaffenden, bei staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen und bei der hoch gebildeten deutschen Bevölkerung gefunden haben, hat sich die Abteilung für Kulturangelegenheiten der Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin intensiv darum bemüht, der deutschen Gesellschaft die alte Kultur, Kunst, Sprache und Geschichte Irans nahezubringen. Dabei unternahmen deutsche staatliche und nichtstaatliche Institutionen, Universitäten und Touristengruppen interessante Reisen nach Iran, und einige Persönlichkeiten aus dem kulturellen Bereich sowie andere Gruppen aus dem künstlerischen, literarischen und akademischen Bereich unseres Landes reisten nach Deutschland. Außerdem wurden diesbezüglich von beiden Seiten Abkommen unterzeichnet. Im Folgenden werden einige dieser Aktivitäten erläutert:
Weiterlesen...