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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,662610,00.html
Iran macht Druck im Konflikt um Brennstoff für einen Forschungsreaktor.
Teherans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde sagte dem
SPIEGEL, ohne Hilfe aus dem Ausland sei Iran allerdings gezwungen, sein Uran
selbst höher anzureichern.
Wien - Im Streit
um höher angereichertes Uran für einen Forschungsreaktor in Teheran ist Iran
weiterhin zu Gesprächen bereit. "Wir benötigen dringend Nachschub für den
Reaktor, 200 Krankenhäuser sind davon abhängig", sagte Irans Botschafter bei
der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien, Ali Asghar Soltanieh,
dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

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Aber sein Land
brauche "Garantien, dass wir für unser Uran auch den Brennstoff bekommen. So
wie wir in den vergangenen 30 Jahren behandelt wurden, haben wir allen Grund
zum Misstrauen", sagte Soltanieh.
Einen Vorschlag
der IAEA, einen Großteil des bereits niedrig angereicherten Materials zur
höheren Anreicherung ins Ausland auszulagern, hatte Teheran abgelehnt. Das
Angebot galt als Kompromiss, um den Nuklearkonflikt Irans mit dem Westen um
die Urananreicherung zu entschärfen.
Trotzdem, so
Soltanieh, sei sein Land zu "weiteren Gesprächen" über die "konkrete
Vorgehensweise" eines Uranaustausches bereit, weil "das Material für die
Strahlentherapie der Krebskranken in unseren Hospitälern überlebenswichtig
ist. Aber wir lassen uns nicht mit unserem Brennstoffproblem erpressen: Wenn
uns das Ausland nicht hilft, werden wir gezwungen sein, unser Uran eben
selbst höher anzureichern", sagte der Botschafter.
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