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Botschaft der Islamischen Republik Iran  Berlin

Deutsch-Iranische Lehrerkonferenz in Berlin eröffnet

16. November 2009

 

Die Deutsch-Iranische Lehrerkonferenz wurde am 16. November 2009 in Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht eröffnet. Diese Konferenz kam durch die Initiative und Bemühungen der Königin-Luise-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin zustande.

Bei der Eröffnung dieser Konferenz referierten Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Berliner Senats für Bildung und die Koordinatoren der UNESCO-Projektschulen, der Botschafter der Islamischen Republik Iran sowie auch Professoren von deutschen Universitäten und Forschungsinstituten.

Frau Dr. Gabriela Guellil, Referatsleiterin im Auswärtigen Amt, verwies auf die Notwendigkeit des Dialogs im Rahmen des kulturellen und Bildungs-Austauschs und die besondere Bedeutung, die die Bundesrepublik Deutschland dem Dialog mit dem Islam beimisst. Sie betonte: „Der Dialog ist kein Privileg der Politik zur Durchsetzung der Menschenrechte.“ Frau Dr. Guellil fügte hinzu, dass Bildungsansätze den Grundstein für eine nachhaltige interkulturelle Verständigung legen könnten.

Herr Alireza Sheikh Attar, Botschafter der Islamischen Republik Iran in Deutschland, sprach von den Beziehungen und dem Austausch zwischen Iran und Deutschland in den Bereichen der Politik, Wirtschaft und Kultur und betonte, dass die durch Eigeninitiativen hergestellten Kontakte zu einer gewissen freundschaftlichen Nähe zwischen den Kultur- und Wissenschaftseliten der beiden Völker führt, was wiederum eine solide Basis für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern bildet, unbeeindruckt von den Gegnern dieser Kontakte. Ein auf diese Art und Weise entstandenes Verhältnis ist vom Wesen her anders gestaltet als Beziehungen, die grundsätzlich durch den Willen bestimmter Politiker von zwei Ländern aufgebaut werden, bei denen die Völker eigentlich keine Rolle spielen.

Trotz des starken Drucks und der Erpressungsversuche zionistischer Lobby in Deutschland auf die Königin-Luise-Stiftung, diese Konferenz abzusagen, war diese gemeinsame kulturelle Veranstaltung, die sowohl von der deutschen Seite als auch von deutschen und iranischen Gästen begrüßt und unterstützt wurde, ein Erfolg.

Herr Frank Olie, Schulleiter und Geschäftsführer der Königin-Luise-Stiftung, verwies darauf, dass das Konzept der Konferenz in den letzten Tagen und wochen heftigen polemischen Angriffen ausgesetzt und eine sachliche Auseinandersetzung mit den Kritikern leider nicht möglich war. Nach Meinung von Herrn Olie ist in einem hermetisch abgeschlossenen Weltbild kein Dialog möglich. Vielmehr seien Offenheit, Toleranz und konsequentes Handeln für einen solchen Prozess notwendig. 

Die Deutsch-Iranische Lehrerkonferenz dauert bis zum 20. November 2009. Verschiedene Workshops behandeln Themen wie Bildungsaustausch, bewusste Verzahnung von Theorie und Praxis, Umweltaspekte bei der Nutzung von Energie. Nicht zuletzt treten iranische und deutsche Lehrerinnen und Lehrer in einen direkten Gedankenaustausch über Bildungsfragen. Zehn Lehrerinnen und Lehrer aus den Schulen von Teheran, Isfahan und Gorgan nehmen an der Konferenz teil.