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Die Stadt
Weimar ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Große Denker und
berühmte Persönlichkeiten wie Goethe, Schiller und Bach lebten hier.
Angesichts der literarischen, historischen und künstlerischen Bedeutung
dieser Stadt und der Aufmerksamkeit, die Goethe in seinem Spätwerk dem
Dichter Hafis aus Schiras schenkte und der Tatsache, dass er viele
literarische und mystische Themen von ihm übernahm, wurde die Stadt Weimar
für eine Städtepartnerschaft mit der iranischen Stadt Schiras ausgewählt.
Nach der Unterzeichnung des Vertrages durch die Bürgermeister der beiden
Städte wurde beschlossen, vom 06. bis 09. Oktober 2009 in Zusammenarbeit
mit der Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran in
Deutschland, den in Deutschland lebenden iranischen Kulturfreunden, dem
West-Östlichen Diwan Weimar und der Weimarer Stadtverwaltung eine
iranische Kulturwoche in Weimar zu veranstalten.
Am 06.
Oktober 2009 wurde die iranische Kulturwoche, an der Herr Botschafter
Sheikh Attar, Herr Pourmohseni, Leiter (a.i.) der Kulturabteilung der
Botschaft der Islamischen Republik Iran in Deutschland, Herr Christoph
Schwind, Bürgermeister der Stadt Weimar, Herr Dr. Klaus Gallas,
Künstlerischer Leiter der WestÖstlichen Diwan Festival gGmbH,
Persönlichkeiten aus der Stadt Weimar und in Weimar lebende Iraner
teilnahmen, mit einer prachtvollen Eröffnungsfeier in der Weimarhalle
eröffnet.
Zu Beginn
der Veranstaltung sprach der Bürgermeister von Weimar. Er bezeichnete die
Veranstaltung der iranischen Kulturwoche als Event zur Annäherung der
Kulturen und menschlichen Gesellschaften und zur Ehrung berühmter
Persönlichkeiten wie Goethe und Hafis. In seinem Vortrag legte er Wert auf
die Fortsetzung von Kulturprogrammen, damit die Völker einander besser
kennen lernen, und bedankte sich für den Einsatz der Sponsoren dieser
Veranstaltung, unter anderem auch bei der Botschaft der Islamischen
Republik Iran in Berlin, der Kulturabteilung und dem „Iranischen Haus“
(Khane-ye Iran – als Sponsor aus dem Privatsektor).
Anschließend sprachen Herr Dr. Klaus Gallas, der künstlerische Leiter der
WestÖstlichen Diwan Festival gGmbH Weimar, und Herr Pirouzan Mahboub,
einer der in Deutschland lebenden Iraner und Leiter des „Iranischen
Hauses“, über die Kapazitäten und Errungenschaften Irans, die
Attraktivität des Landes für den Tourismus und die prominenten und
bedeutenden Persönlichkeiten dieses alten Landes.
Anschließend folgte der Vortrag von Herrn Botschafter Sheikh Attar. Zu
Beginn las er den anwesenden Gästen ein Gedicht von Hafis und eines von
Goethe vor. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache ging er auf die seit 500
Jahren bestehenden Beziehungen zwischen Iran und Deutschland ein und
sagte, Deutschland gelte in Iran als angesehenes Land. Dabei verwies er
auf die Hilfe, die Deutschland im vergangenen Jahrhundert für die
Freiheits- und antikolonialistischen Bewegungen im iranischen Volk und
beim Aufbau der wirtschaftlichen Infrastruktur und im kulturellen Bereich
geleistet hat. Herr Sheikh Attar bezeichnete in seinem Vortrag das
spirituelle Band, das Hafis und Goethe miteinander verbindet, die
Inspiration, die Goethe aus den Gedichten, der Geisteshaltung und dem
Leben des Dichters Hafis gewann und die in in der Spiritualität eine
beachtliche Entwicklung vollbracht hat als einen Faktor für die geistige
Nähe zwischen dem iranischen und dem deutschen Literaten.
Am Ende der
Eröffnungsfeier besuchten die anwesenden Gäste die Ausstellung, auf der
iranische Teppiche, Bilder archäologischer Kunstwerke und iranisches
Kunsthandwerk zu sehen war, die Hafis-Goethe-Gedenkstätte sowie
historische Orte und Museen wie das Goethehaus.
Das
Festival dauert noch bis zum 09. Oktober, wobei folgende Veranstaltungen
stattfinden:
Ein Konzert
traditioneller iranischer Musik der Gruppe „Raz-o-niaz“ mit dem Sänger
Salar Aghili, eine Ausstellung iranischen Kunsthandwerks, eine Ausstellung
iranischer Teppiche, Besichtigung der Hafis-Goethe-Gedenkstätte und ein
Konzert der Gruppe „Bi Del“ mit dem Sänger Hesameddin Saraj.
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